Aquarium live

Posted by:admin on Okt - 5 - 2012 - Filed under: Presse -

vom 14.03.2001

Bevor ich meinen ersten L173 bekam züchtete ich bereits L 46, L 134, L260, L 333 und L400. Die Jungtiere verkaufte ich an die Firma Glaser in Rodgau, dort hatte ich schon mehrfach geäußert, dass ich gerne L173 hätte. Im Januar 2004 bekam ich dann eine email, mit der Frage ob ich an einem solchen Tier interessiert sei. Da diese Welse sehr selten sind und nur in kleiner Stückzahl importiert werden- sie stammen vom Rio Xingu-, musste ich mich schnell entscheiden. So fuhr ich am 01.02.2004 zur Fa. Glaser und holte meinen ersten L173, ein Einzelstück, ab. Bis zum Mai wurden es dann insgesamt 4 Tiere. Es stellte sich heraus, dass es sich um 3 männliche und ein weibliches Tier handelt. Die Männchen haben eine Länge von ca. 9-9,5 cm, das Weibchen ist etwa 7,5 cm groß, die Geschlechtsmerkmale sind wie bei dem L46 Zebrawels. Am Anfang hielt ich die 4 ausgewachsenen Tiere in einem Becken mit den Maßen 100 x 40 x 50cm. Meine gesamte Aquarienanlage besteht aus insgesamt 29 Becken in unterschiedlichen Größen. Für die Anfertigung dieser Becken beauftragte ich die Firma Fernholz in Sinn.

Die Zebrabecken haben die Maße 75 x 40 x 30cm (L/T/H) mit einem 2-Kammern-Innenfilter, zusätzlich 3 Vorfilter mit Tetra Brillant und werden über starke Luftheber – ca. 300 l in der Stunde – betrieben.

Nach einiger Zeit setzte ich das Weibchen mit einem der Männchen in ein Becken meiner Welswand, die für die Zebrawelse gebaut wurde.

So konnte und wollte ich ihr Verhalten beobachten. In den ersten drei Monaten tat sich nichts. Die von mir gehaltenen anderen Welse produzierten fleißig Nachwuchs, doch bei den L173 und den L 236 regte sich gar nichts. Daraufhin versuchte ich die vorhandenen Wasserwerte – Leitwert 400, PH-Wert 7.48, Wasserhärte 12.8°dH, Carbonathärte 10.2°dH zu ändern, indem ich das Leitungswasser durch Zugabe von 50% Regenwasser verschnitt. Doch danach tat sich in puncto Zucht bei den L173 und den L 236 immer noch nichts.

Nun setzte ich die zwei männlichen L173 wieder zu dem Paar in das Becken. Nachdem ich noch weitere Zeit abwarten musste ohne dass sich in Bezug auf Nachwuchs etwas ergab, erhöhte ich die Wassertemperatur von 30°C auf 32°C und ging auf 70% Regenwasser. Ein 50%iger Wasserwechsel erfolgte nun bei dem zur Zucht angesetzten Becken zweimal wöchentlich, jedoch nur mit vortemperiertem Wasser. Ich achtete darauf, dass der Unterschied maximal 5°C betrug.

Im April 2005 fand ich dann das erste Gelege bei den L173 und 14 Tage später auch bei den L236.

Das weitere Vorgehen war für mich dann nicht schwierig, da ich schon Erfahrung mit Nachzuchten von anderen Hypancistrus -Arten hatte. Ungefähr 20 Tage nach der Eiablage sah ich mit Begeisterung die ersten neun Jungfische im Becken, sie sahen aus wie die gleichaltrigen L46. Die Jungtiere wuchsen im Vergleich zu den Zebrawelsen meiner Meinung nach etwas langsamer.

Nach etwa 4 Wochen konnte man deutlich das für den L173 typische Wellenmuster erkennen, welches jetzt, ca. 1 1/5 Jahre später noch genauso aussieht. Die nun ältesten Nachzuchten sind ca. 7 cm lang. Gefüttert werden die L173 mit selbst gemachtem Aufzuchtfutter. Es besteht aus 60% gemahlenem Fischfilet, Artemia, Cyclop-eeze und wenig Spirulina. Dieses Futter hat sich bei mir für die Aufzucht bewährt, auch die Alttiere bekommen viel zerkleinertes Fischfilet, allerdings nur von Süßwasserfischen.

Die Jungtiere blieben in dem Becken, in welchem sie schlüpften. Die 4 Alttiere wurden umgesetzt in entsprechend gleiche Becken mit gleichen Bedingungen. Nach und nach gewöhnte ich diese an eine Wassertemperatur von 27°C und normales Wasser. Vier Wochen lang hielt ich die Tiere in diesem nun angewöhnten Wasser mit regelmäßigem Wasserwechsel. Gefüttert wurden sie in dieser Zeit mit 50% Trockenfutter und 50% Fisch und Frostfutter. Nach diesem Monat änderte ich das Wasser wieder auf 70% Regenwasser und 30% Leitungswasser, die Temperatur wurde auf 32°C erhöht. Gefüttert wurde nur Frostfutter und Fisch. Nach weiteren 3 Wochen gab es ein neues Gelege , bestehend aus 12 Eiern. So ging es dann regelmäßig weiter, immer im Abstand von 7 Wochen, bis Ende Juli 2006. Mittlerweile habe ich 124 schöne Jungtiere in der Größe von ca. 3-7cm Länge und halte die Jungtiere, wegen der Sauberkeit in den Becken, zusammen mit Sturisoma aureum in entsprechender Größe. Bis auf 5 auffallend gezeichnete Jungtiere, die mich persönlich an L98 erinnern, haben alle Jungtiere die typische Wellenzeichnung der L173.

Inzwischen habe ich 12 Becken, die mit L173 belegt sind, denn die Jungtiere bleiben zur Aufzucht in ihrem Becken – die Alttiere werden umgesetzt. Alle meine 29 Welsbecken sind ohne Bodengrund . Bei jedem Becken mit Jungtieren werden abwechselnd an einem Tag 10-15l, am nächsten Tag 25l Wasser ausgetauscht, wobei die Temperatur des nachgefüllten Wassers immer gleich bleibend bei 30-31°C liegt. So sind die Jungtiere alle auf Leitungswasser umgestellt.

Trotz einiger Nachfragen werde ich keine Jungtiere der L173 abgeben bevor diese selbst Nachwuchs haben.

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